Gaming Monitor kaufen: Darauf sollte ich achten

Obwohl der Monitor einer der wichtigsten Bestandteile jedes Gaming-Setups ist, wird ihm doch oft zu wenig Bedeutung beigemessen. Dabei ist er besonders für Spieler, die Wert auf die bestmögliche Darstellung ihrer Games legen, von unschätzbarer Wichtigkeit. Um zu klären, was man beim Gaming Monitor kaufen beachten sollte, werden hier die wichtigsten Punkte angeführt und erklärt:

Gaming Monitor kaufen – Auf die Größe kommt es an!

Gaming Monitor kaufen

Der Punkt, an den wohl alle denken, wenn es um Monitore geht, ist die Größe. Doch besonders beim Gaming ist größer nicht immer gleich besser. Wer klassisch mit Maus und Tastatur an einem Tisch sitzt und spielt, wird von sehr großen Monitoren nämlich eher nicht profitieren.

Ständig den Kopf von einer Bildschirmseite zur Anderen drehen zu müssen, kann den Spielspaß auf Dauer mindern und für einen schmerzenden Nacken sorgen. Im klassischen Gaming-Setup ist man daher mit einer Bildschirmgröße von 24 bis 27 Zoll völlig ausreichend bedient.

Die Reaktionszeit: Wichtig in schnellen Spielen

Als Reaktionszeit bezeichnet man die Zeitspanne, die die LCD-Kristalle benötigen, um sich auszurichten und so den Inhalt auf dem Monitor darzustellen. Besonders in schnellen Shootern oder anderen actionlastigen Titeln kann das von Bedeutung sein, da teilweise Millisekunden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Eine schnelle Reaktionszeit (Von den Herstellern oft als „Response Time“ angegeben) ist also ein wichtiges Kriterium beim Kauf eines Gaming-Monitors.

Schnittstellen: Wichtiger, als man denkt

Ein Fehler, der vielen Menschen beim Kauf eines Monitors passiert, ist es nicht darauf zu achten, welche Anschlüsse verfügbar sind. Da die alten VGA-Schnittstellen immer mehr durch digitale Alternativen ersetzt werden, ist es umso wichtiger sich zu überzeugen, dass der Monitor und der eigene PC über passende Schnittstellen verfügen.

Die gängigsten Vertreter sind hier HDMI, DVI und der sogenannte Display-Port. Die meisten gängigen Grafikkarten verfügen über einen HDMI-Anschluss und einen Display-Port, weshalb man einen Monitor mit den selben Anschlussmöglichkeiten wählen sollte. Zwar kann man zur Not einen Adapter nutzen, aber oft verringern diese die Darstellungsleistung des Monitors.

Die Bildwiederholungsrate

Die Bildwiederholungsrate gibt Aufschluss darüber, wie oft der Monitor die Darstellung aktualisiert. Besonders bei PC-Spielen ist das natürlich von Bedeutung, da eine höhere Bildwiederholungsrate gleichbedeutend mit flüssigerem Gameplay ist. Sie wird von den Herstellern oft in Hertz angegeben.

120Hz sollte ein Gamingmonitor auch mindestens haben, da die alten 60Hz Modelle oft merkbar langsamer sind und das Spielvergnügen mindern können. Wer besonders gern schnelle Actionspiele oder Online-Games spielt, sollte also besonders auf eine möglichst hohe Hertz-Zahl achten.

Das Panel: Das Herzstück des Monitors

Es gibt vier unterschiedliche Bauweisen bei Monitor-Panels, die alle ihre Besonderheiten aufweisen. Die Hauptunterschiede machen hier die Blickwinkelabhängigkeit (Also wie sehr die Sicht schlechter wird, wenn man nicht direkt vor dem Bildschirm sitzt), die bereits erwähnte Bildwiederholungsrate und nicht zuletzt der Stromverbrauch. Die vier relevanten Bauweisen werden TN, MVA,PVA und IPS genannt.

Grundsätzlich lässt sich sagen, das TN-Panels für Gamer wegen ihrer geringen Bildwiederholungsrate eher nicht geeignet sind. IPS und PVA Panels glänzen in Sachen Blickwinkelabhängigkeit, was besonders bei Menschen, die gern gemeinsam mit Freunden zocken, wichtig sein könnte.

Zwar bieten MVA-Panels oft eine noch geringere Blickwinkelabhängigkeit, aber leider ist die Bildwiederholungsrate zu gering, als das sie für Gamer interessant sein könnten.

Fazit – Gaming Monitor kaufen

Zwar können die technischen Details ein wenig einschüchternd wirken, aber wer sich die Punkte aus dem Ratgeber zu Herzen nimmt und beim Gaming Monitor kaufen darauf achtet, der wird auf jeden Fall zufrieden mit seiner Wahl sein. Wichtig ist noch, sich nicht von den teils sehr unterschiedlichen Preisen verwirren zu lassen. Nicht immer bedeutet ein hoher Preis auch gute Qualität. Worauf es ankommt, sind die technischen Daten. Wer das im Kopf behält und vor dem Kauf gründlich recherchiert, der kann fast nichts falsch machen.