So steigern Sie Ihre Anonymität beim Surfen mit Firefox!

Mit Firefox stellt Mozilla einen der am weitesten verbreiteten Browser weltweit und hat kürzlich die 30. Version seines Vorzeigeproduktes herausgegeben. Einer von vielen Gründen für die große Poularität der Freeware ist das große Potenzial zur Individualisierung des Programms durch verschiedenste Erweiterungen (Add-Ons) und diverse weitere Einstellungsmöglichkeiten. Die Computerhilfe Expertiger stellt heute speziell solche Maßnahmen vor, die Ihre Identität beim Surfen so gut wie möglich schützen.

Schritt 1: Sicherheits-Einstellungen

Anonymität beim Surfen mit FirefoxNeben externen Programmen und Helfern bietet auch Firefox selbst einige effektive Möglichkeiten, seine Spuren im Netz zu verwischen. Diese finden sich unter Datenschutz im Menü Einstellungen. Dort können Sie zum Beispiel regeln, wie und ob der Browser eine Chronik anlegt und wie lange diese gespeichert wird. Hier kann zum Beispiel vermieden werden, dass durch das Anlegen einer Download-Chronik oder dem Speichern von Formulardaten Nutzungsdaten lokal auf Ihrem Rechner abgespeichert werden. Eine Löschung des Verlaufs bei jedem Schließen des Browser-Fensters und noch viel mehr lässt sich hier mit dem Setzen oder Entfernen kleiner Häkchen regeln.

Schritt 2: Private Fenster

Wie die anderen großen Browser Chrome, Safari oder Internet Explorer besitzt auch Firefox eine Form des „Inkognito-Modus“ : die privaten Fenster. Diese bieten sich an, wenn Sie im normalen Betrieb nicht auf Helfer wie Suchverlauf oder gespeicherte Passwörter verzichten wollen, aber auf manchen speziellen Seiten lieber keine Spuren hinter lassen möchten. Diese sollten Sie dann über das Hauptmenü mit der Funktion „Neues privates Fenster öffnen“ besuchen, um zu verhindern, dass Firefox Ihren Besuch im Verlauf vermerkt, Cookies speichert oder Suchanfragen  aufzeichnet. Im Endeffekt hinterlässt das Surfen im privaten Fenster keine Spuren an Ihrem Rechner, außer natürlich Sie laden Dateien oder Programme aus dem Internet herunter.

Schritt 3: Nützliche Erweiterungen

Unter addons.mozilla.org können Sie die internen Sicherheitseinstellungen noch um eine Vielzahl hilfreicher Plug-Ins und Add-Ons erweitern. Sehr beliebt sind Tools, die effektiv Werbung ausblenden und Pop-Ups blockieren, wie zum Beispiel AdBlock Plus¸das zusätzlich noch unerwünschte Skripte blockiert. Erst kürzlich haben die Hersteller dieser Erweiterung auch vermeldet, effektiv die hartknäckige Tracking-Methode Canvas-Fingerprinting durch die Filterliste „EasyPrivacy“ effektiv bekämpfen zu können. Speziell für das Verwalten von Skripten, die ihre Privatsphäre verletzen, ist NoScript geeignet. Cookies können mit Self-Destructing Cookies genau gesteuert werden: Sie entscheiden hier, welche Webseiten Cookies setzen dürfen und wie lange diese aktiv bleiben.  Um nicht zu viel Geschwindigkeit zu verlieren sollten Sie hier übrigens darauf achten, immer nur ein Add-On für jeden Zweck zur selben Zeit zu aktivieren, sprich: einen Adblocker, ein Programm, das Cookies regelt, und so weiter.

Fazit: Komfort oder Anonymität, das ist hier die Frage!

Im Endeffekt stellt sich die Frage, auf wie viel Komfort Sie beim Surfen zugunsten besser geschützter Privatsphäre zu verzichten bereit sind: ohne Browserverlauf und Download Chroniken werden Sie zum Beispiel viel Zeit mit dem Suchen einer bestimmten Seite oder einer Datei verbringen, die Sie mit diesen Features im Handumdrehen finden würden.