Heimkino einrichten – Welche Komponenten gehören dazu?

Der Traum vom Heimkino wird in vielen Haushältern diskutiert und scheitert meist schon bei der ersten Frage: Welcher Raum soll’s sein? Die Wahl des Raums ist nicht so leicht wie man glaubt und hat viele Komponenten. Zum einen ob der Raum groß genug ist. Zum anderen ob die Akustik im Raum passt. Hat der Raum genügend Stromzugänge und stört man einen Nachbarn mit dem Beamer?

Die Gestaltung des Raums muss auch vor dem Kauf der teuren Geräte überdacht werden. Wie viele Sitze haben Platz oder wäre ein Sofa idealer? Und noch bevor man beim Thema der Geräte angelangt ist, hat man für die Umsetzung des Projekts schon fast keine Lust mehr. Also sind hier einige Fakten zusammengefasst:

Heimkino einrichten – der passende Raum

Heimkino einrichten

Der Raum muss groß genug für mindestens 4 Lautsprecherboxen und eine Leinwand inklusive Beamer Platz haben und muss abzudunkeln sein. Zudem soll die Räumlichkeit wenig Schall herein aber vor allem auch hinauslassen um keine Ruhestörung zu verursachen. Je quadratischer der Raum ist umso besser! Die Lautsprecher sollten kreisförmig aufgestellt werden.

Die Größe der Leinwand ist auf den Raum anzupassen und falls möglich die gesamte Anlage samt Lautsprecher-Boxen, Beamer und Leinwand in den Rohbau des Raums einzubauen (kein Muss aber eine sinnvolle Option).

Lautsprecher und Receiver

Wer beim Heimkino einrichten auch beim Sound alles richtig machen möchte, sollte direkt zu einem 5.1 oder 7.1 Soundsystem greifen. Um einen tollen Surround-Sound zu erzielen braucht es schon 6~7 Boxen, um den Film so Klang-echt wie möglich zu gestalten. Wenn die Boxen gleichmäßig und in einem Kreis aufgestellt werden, verbessert das den Sound umso mehr.

Aufgestellt werden sie wie folgt:

  • zwei Frontlautsprecher (links und rechts)
  • einen Center-Lautsprecher
  • den Subwoofer (ideal mit Low-Frequency-Effects Unterstützung)
  • noch zwei höher liegenden Surround-Lautsprecher jeweils rechts und links

Die Wahl der Kanäle beim Lautsprechersystems soll vor dem Kauf geklärt werden. Der Receiver ist das zentrale Gerät des Heimkinos und liefert Bild- und Tondaten an die entsprechenden Geräte weiter. Aus diesem Grund sollte der Receiver am meisten ihren Vorstellungen und Ansprüchen entsprechen.

Kauf der Geräte

Natürlich ist auch die Leinwand wichtig, wenn man sich ein Heimkino einrichten will. Hier gilt ganz klar: je größer umso besser; Hauptsache die Leinwand passt ins Zimmer. Zum Thema Helligkeit ist zu sagen, dass die Helligkeit der (weißen) Leinwand bei ausgeschaltetem Beamer das schwärzeste Schwarz sein wird, das selbst der beste Projektor im Betrieb erzeugen kann. Farblich sind Beamer bereits sehr entwickelt und bieten ein weites Farbspektrum. Beamer zu vernünftigen Preisen sind sehr schnell online bestellt und geliefert, mit dem Nachteil dass der Raum verdunkelt werden muss, was aber den gewünschten Kino-Effekt gibt. Auf die Beschreibung sollte beim Kauf dennoch gut geachtet werden.

Platzierung der Geräte

Die Wand an der die Leinwand hängen soll ist im Idealfall weiß, da selbst die besten Leinwände die dahinterliegende Farbe etwas durchlassen. Der Projektor sollte hinter den Sitzen erhöht aufgestellt oder installiert werden. Die LED-Lampen der Anlage stören meist, wenn sie im Blickfeld der Leinwand steht. Also sollte beim Kauf des HDMI-Kabels darauf geachtet werden, dass auch lang genug ist, um das Gerät außerhalb des Blickfelds zur Leinwand aufzustellen. Ebenso sollte man natürlich auch sämtliche Geräte problemlos per Fernbedienung bedienen können.

Zu empfehlen ist es, den Beamer hinter den Zuschauern unter die Decke zu hänge. So hört man den Lüfter des Gerätes in der Regel weniger. Die Sitzentfernung sollte 1~2 mal der Länge der Leinwand betragen, um den Augen nicht zu schaden. Die Hersteller-Empfehlungen für die Höhe der Beamer-Position im Verhältnis zur Leinwand sollte beachtet werden.

Die Verkabelung

Kabelschächte erleichtern immens das Verkabeln der Geräte. Es kommt allerdings einiges an Kabel zusammen, also sind etwas größere Kabelschächte zu ratsam. Die Geräte sind einfacher EINZELN zu verkabeln, um Verwechslungen und einen Kabel-Salat zu vermeiden. Eine Beleuchtungsanlage kann auch nachträglich eingebaut werden und ist eher ein nettes Detail als etwas das als essenziell angesehen wird.

Bei Mietwohnungen sollte der Vermieter erst befragt werden, bevor größere Umbauten erfolgen.

Mit etwas Kreativität und effektive Planung ist der Traum vom Heimkino kein Traum mehr. Die benötigte Technik ist günstiger und besser als je zuvor und viele der Geräte sind sehr einfach zu installieren. Informieren, planen, Heimkino einrichten!