Im Guten wie im Schlechten: So nutzen wir unser Smartphone

Das klotzige mobile Telefon von früher hat kaum noch etwas mit den heutigen Smartphones gemeinsam. Wir tragen inzwischen eine Hightech-Computerzentrale in unserer Tasche, die wir auf Schritt und Tritt nutzen können. Zum Telefonieren wird das gute Stück kaum noch genutzt, aber eine wahre Schwemme von Apps sorgt dafür, dass wir beinahe jedes Alltagsproblem mit unserem Handy lösen können. Hinzu kommen mehr als genug Möglichkeiten für lustige und spannende digitale Freizeiterlebnisse.

Moderne Kommunikation in Text und Bild

So nutzen wir unser Smartphone

Allzeit und überall erreichbar zu sein, das war in den 80er Jahren kaum vorstellbar. Heute funktioniert aber nicht nur das: Wir können natürlich weiterhin anrufen und angerufen werden, aber auch Text- und Sprachnachrichten versenden und nach Belieben Bilder verschicken. Das nutzen wir dazu, um Freunden und Verwandten schöne Fotos aus dem Urlaub zu übermitteln und im Alltag für rein praktische Zwecke.

Welche Brille steht mir am besten? Ist das der richtige Bohreinsatz? Stimmt die Wandfarbe so oder soll ich noch etwas Blau beimischen? Das sind nur einige der Fragen, die sich heute auch über längere Distanzen klären lassen, ohne die Zeit für ewig lange verbale Beschreibungen aufbringen zu müssen.

So nützlich die Nachricht- und Bildfunktion unserer Smartphones ist, so herausfordernd ist sie auch. Sie verändert grundsätzlich die Art, wie Menschen miteinander kommunizieren, immer wieder kommt es zu ärgerlichen Missverständnissen, die im persönlichen Gespräch leicht zu vermeiden wären.

WhatsApp und Co. justieren aber auch unseren Umgang mit Terminen und Verabredungen ganz neu, denn nichts ist heute leichter, als kurzfristig ein Treffen abzusagen oder verschieben. Das kommt zwar unserer Alltags-Flexibilität zugute, aber nicht unserer Verlässlichkeit.

Mobiles Gaming erreicht hohe Beliebtheitswerte

Auch mobile Spiele stehen hoch im Kurs bei der Nutzung des Smartphones. Laut einer Umfrage liegt das Gaming hinter dem Lesen von Nachrichten und dem Hören von Musik in den Top 10 der beliebtesten Nutzungsoptionen. Dank der steigenden Anzahl mobiler Geräte lassen sich auch Casino-Spiele mehr und mehr online spielen.

Inzwischen erlauben viele Anbieter, wie zum Beispiel PokerStars, ihren Mitgliedern mit ihren Freunden mobil über ihr Handy an jedem beliebigen Ort ins große Spiel einzusteigen oder die digitalen Automaten zu bedienen. Brettspiele hingegen geraten deutlich aus der Mode, obwohl sie noch nicht ganz zum alten Eisen gehören.

Unsere Geselligkeit wird dadurch nicht gerade gepuscht, doch immerhin existiert auch die Möglichkeit, sich per Internet mit anderen Spielern zu vernetzen und auf diesem Weg wieder neu in Kommunikation zu treten. Dann treffen wir uns statt am Küchentisch eben in diversen Chats und auf dem Fortnite-Schlachtfeld – das hat immerhin auch einen gewissen Reiz.

Trendfrage: Ist E-Mailing schon wieder out?

E-Mails können wir selbstverständlich auch auf dem Smartphone senden und empfangen, doch ein bisschen erscheint dieser Kommunikationsweg wie ein Relikt aus der Steinzeit. Die flotten Messaging-Dienste haben dem elektronischen Brief weitgehend den Rang abgelaufen, sie funktionieren nun einmal noch schneller und bequemer.

Doch die E-Mail wird trotzdem nicht so schnell aussterben, weil sie einige Dinge kann, die WhatsApp und Co. nicht auf die Reihe bringen. Zuerst einmal lassen sich per Mail wirklich großformatige Bilder versenden und die Privatsphäre bleibt besser gewahrt.

Außerdem besteht die Option, auf diesem Weg einen entsprechend ausgestatteten Drucker anzusteuern und den Mail-Anhang so direkt vom digitalen Raum in die analoge Welt zu beamen. E-Mails werden unter anderem aus diesen Gründen nicht so schnell out sein, vor allem deshalb, weil sie gemeinsam mit unserem Smartphone mobil geworden sind.

Ganz schön praktisch: das World Wide Web für die Hosentasche

Im Grunde steckt das gesamte Internet nun in unserer Hand- oder Hosentasche, wir müssen es nur mit einem kurzen Griff hervorholen. Das Smartphone ist immer online, ob wir uns nun daheim auf dem Sofa befinden, im Auto unterwegs sind, durch die Stadt flanieren oder im Wald spazieren gehen.

Wir lesen, wann immer es uns beliebt, die Nachrichten, buchen Bahntickets und Kreuzfahrten, suchen nach der nächsten Bücherei oder schauen uns Produktbewertungen an. Wir sind in den sozialen Netzwerken aktiv, bleiben dort minütlich up to date und können uns bei Netflix einen Film ansehen, wenn uns spontan danach zumute ist.

Zudem dient uns das Multifunktionsgerät als MP3-Player und Navigationsgerät, so verirren wir uns nicht auf unbekannten Pfaden und können dabei noch unsere Lieblingsmusik genießen. Was früher das Telefonbuch, der Fernseher, der Videorekorder, die Videothek, der Plattenspieler, der Kassettenrekorder, der TomTom, der Bahnschalter, das Reisebüro, die Deutsche Post, das Festnetztelefon und die gesamte Shoppingmeile zusammen waren, das ist heute unser Smartphone.

Kritiker behaupten, dass diese starke Vereinfachung der täglichen Herausforderungen uns einfach nur dümmer macht – aber vielleicht gibt sie uns auch die Freiheit, das Leben neu zu entdecken, aus einem ganz anderen Blickwinkel.

World Wide Web für die Hosentasche

Ob das Smartphone sich nun eher negativ oder positiv auf unser Leben auswirkt, steht allein in unserer persönlichen Verantwortung. Nutzen wir es als schlichtes Hilfsmittel und steigern uns nicht derart in die Technik hinein, dass wir vollkommen abhängig werden, dann kommt uns das mobile digitale Zeitalter sicher zugute.

Kappen wir aber allmählich unsere Verbindung zur analogen Welt und leben nur noch digital, dann geraten wir in echte Gefahr. Es kommt eben immer auf den gesunden Ausgleich an.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.